The Times They Are a-Changin’ – again

Banner Podium


The Times, They Are a-Changin’ – again.
Kommunikationsdesign ist ein Beruf im Wandel. Technologische und gesellschaftliche Entwicklungen verändern fortlaufend die Medien und Werkzeuge mit denen wir kommunizieren. Und damit verändert sich ebenfalls das Berufsbild derjenigen, die sich mit der Gestaltung von Kommunikation professionell befassen.

Paul Watzlawicks Axiom „Man kann nicht nicht kommunizieren“ ließe sich heute ebenso gut als „Man kann nicht nicht designen“ formulieren. Alle kommunizieren medial – und sind somit ein Stück weit auch Kommunikationsdesigner. Welche Rolle kann Kommunikationsdesign als Beruf in dieser Zeit spielen?

Prof. Dr. Gesche Joost, Internetbotschafterin für Deutschland, und BDG-Designer Prof. Dr. h.c. Erik Spiekermann diskutieren, welche Anforderungen und Qualifikationen heute benötigt werden, und was noch alles auf uns zukommt.

Den passenden Rahmen bietet das orangelab, der heute als Ausstellungs- und Veranstaltungsraum genutzte ehemalige Serverraum der IBM.

Moderiert von BDG-Designer Boris Kochan, KOCHAN & PARTNER, München.

Mittwoch, 15. April 2015, 16:30 Uhr
orangelab, Ernst-Reuter-Platz 2, 10587 Berlin

Eintritt 12,00 Euro | Studierende 5,00 Euro | BDG-Designer kostenlos
Tickets gibt es hier über xing.

Hier gestalten keine Profis –
im Chat mit dem Designdumper Brandsupply

Unter der Domain brandsupply.de bietet der deutsche Unternehmer Orlando Kreilemann von den Niederlanden aus einen Service an, bei dem Auftraggeber für schmales Geld ein Logo kaufen können. Der Anbieter lebt von den Provisionen, die bei jedem Auftrag fällig werden. Designer und kundige Designeinkäufer wissen natürlich, dass hier kein Design verkauft wird, sondern allenfalls Dekoration, aber darum geht es diesmal nicht.

brandsupply designdumper

Es geht um ein Geschäftsmodell, bei dem alle zu profitieren scheinen bis auf die Designer. Wir waren uns aber nicht sicher, ob das wirklich so ist. Daher haben wir uns in den brandsupply-chat geworfen und ganz offen unsere Fragen gestellt. Die Antworten sind erfrischend ehrlich.

Zur Info: Brandsupply zeigt auf seiner Seite ein paar Zahlen zu seinem Geschäft, auf die wir uns im Chat beziehen werden.

Bildschirmfoto 2015-03-13 um 15.10.20

 

Hier der vollständige Chat:

 

brandsupply-dialog design dumper

Die unfaire Ausschreibung des Monats!

Immer wieder erreichen uns Hinweise von Kollegen auf unfaire Ausschreibungen für Designleistungen. Die beklagten Ausschreibungen verlangen, dass Designer Ideen und Skizzen beisteuern müssen, um teilnehmen zu können.

Wir sagen: Die Idee und die Skizze sind der sichtbare letzte Meter, den man nur sehen kann, wenn das Denken vorher erledigt ist. Designer, die eine Skizze abliefern wollen, müssen vorher das Konzept entwickeln, denn Gestaltung ohne Gedanken ist nur Dekoration.

Wir sagen: Es ist unfair, dass Designer so stark in Vorleistung gehen müssen und wir fordern ausdrücklich ein faires Ausschreibungssystem für Designleistungen.

geplant-kommunizieren Wir unterstützen unsere Forderung nach Fairness an die Auslober gerne mit einem Erinnerungsexemplar unseres Entscheidungsbaumes Ich will geplant kommunizieren. Der Entscheidungsbaum zeigt sehr deutlich den Anteil der Konzeption, bevor der allererste Strich gezeichnet werden kann.

 


 

Aktuelle Ausschreibung:

Auslober:
Land Nordrhein-Westfalen
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt,
Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz
Ausschreibung 14/020.1

Entdeckt von:
Designer Dirk Büchsenschütz, Wuppertal

Unsere Reaktion:
Ein Plakat Ich will geplant kommunizieren verbunden mit diesem Begleitschreiben:
anschreiben-nrw-ausschreibung-1

anschreiben-nrw-ausschreibung-2

 

 

Haben Sie eine unfaire Ausschreibung gefunden? Unser Ziel ist ein fairer Umgang aller Beteiligten miteinander und freuen uns über jede Unterstützung. Bitte schreiben Sie einfach an unsere Bundesgeschäftsstelle. Danke.

Update: Warum Agenturen aussterben werden –
Gastbeitrag von Alexander Rehm

Alexander Rehm

Warum Agenturen aussterben werden.

Werbeagenturen sind die Dinos und Dodos von heute. So wie sie konstruiert sind, passen sie nicht mehr in diese Zeit. Vier Gründe für den Schwanengesang.

Neulich, in einer Agentur:

Vor gut einer Woche kam der Anruf vom Kunden. Der Außendienst benötigt umgehend die Produktflyer und Preisblätter im neuen Look. Ob man bitte die Anpassungen vornehmen könnte. Ein Routine-Job. Kaum aufgelegt, reift im Kundenberater die Überzeugung, dass das eine ideale Gelegenheit ist, mal wieder die Kompetenz der Agentur zu demonstrieren und stellt eine Taskforce zusammen. Sie soll den Brief challengen und Lösungen erarbeiten, die weit über das Gewöhnliche und erst kürzlich Präsentierte hinaus gehen, die dem Außendienst Elogen der Dankbarkeit und dem Kunden Tränen der Freude entlocken. Das dauert natürlich. In drei Tagen ist das nicht zu machen. Aber der Kunde wird das schon verstehen, schließlich bekommt er auch nicht nur ein paar Layouts, sondern mehrere durchexerzierte Konzepte. In den letzten drei Tagen vor dem angesetzten Termin schwillt die Powerpointpräsentation auf stolze 160 Seiten an, inklusive strategischem Vorlauf. Und so fährt man mit jeder Menge guter Ideen und fünf Leuten zum Termin. Und ist zuversichtlich.

Inzwischen, in einer Marketingabteilung:

Vor bald zwei Wochen wurde die Agentur darum gebeten, die Produktflyer und Preisblätter für den Außendienst im neuen Look zu überarbeiten. Der ist ja schon mehrfach vertröstet worden und sitzt jetzt mehr als unangenehm im Nacken. Ein Routine-Job also. Doch kaum aufgelegt, reift im zuständigen Marketing-Assistenten die Ahnung, dass der erneut aufgeschobene Termin womöglich auf recht wenig Verständnis bei den Kollegen stoßen wird. Schließlich mussten sie in letzter Zeit aufgrund der Messevorbereitungen, dem Employer Branding Workshop und den Budgetverhandlungen mit der Unternehmensleitung öfter mal zurückstehen. Die Aussicht auf einen exklusiven Termin der Kollegen mit der Agentur ist da wenig Trost. Dabei ist das für sie doch immer ein Highlight, wenn der lustige bunte Zirkus in ihrer Abteilung Station macht. Was sie wohl dieses Mal dabei haben? Hoffentlich einfach nur mal eine leicht zu implementierende Lösung. So ganz ohne Firlefanz und unnötige Extrarunden. Schließlich geht es hier um eine vernünftige und sinnvolle Ausstattung des Außendienstes — und keine Kunst. Und so geht man mit gemischten Gefühlen und zwei Außendienst-Kollegen in den Präsentationstermin. Und ist angespannt.

Was ist geschehen?

Warum haben sich Werbeagenturen und Kunden so weit entfremdet? … weiterlesen

Dear Graphic Designer –
Gastbeitrag von Lorenz Seeger, edenspiekermann

lorenz-seeger

English here, Deutsch weiter unten

… I know how you feel. Times are hard for you and job opportunities are rare. Gone are the days when you were left in endless design explorations. You touched things with your hand. You shaped them late at night, when the others were already sleeping. Illustrations, posters and collages were part of your work and part of your joy. You didn’t spent time learning about technical improvements, although you fell in love with your first mac. It helped you doing things faster, drawing shapes sharper and setting type better. You felt more productive.

And then you recognized these people around you, who refused to spend time on making stuff with their hands. These people started to produce graphics only with their computers. They were even faster than you and they also made things move. Illustrations could fly, elements changed colors within seconds and disappeared with an explosion. These people called themselves Webmasters, Web Designers, Interaction Designers and sometimes Front End Developers. They made you look old and rusty. Companies started to hire them instead of you. They ignored your creative potential for more interactive projects. And these companies loved the fact that these new Web Designers could not only do fancier stuff but also do your job as well.

I know how you feel. Times are hard for you and job opportunities are rare. But this is your wake up call. Don’t feel bad about these Web Designers, Interaction Designers and however they will call themselves in the future. Start to admit the fact that times are changing. Start to realize that designs will become more and more digital. Embrace these new technologies and let them kick your creative potential to the next level. I am not talking about learning heavy programming and founding the next big shit in your garage. I want to point you at tools … weiterlesen