Bundesregierung erwägt verpflichtendes Norm-Design

Berlin. Die Bombe platzt zum Wochenende: Das Kabinett hat bereits auf der Sitzung am Mittwoch lange darüber beraten, für Deutschland ein standardisiertes Design für sämtliche Kommunikationsmedien einzuführen. Ziel dieser Maßnahme sollen enorme Impulse für die Wirtschaft sein. Das sogenannte Norm-Design (ND) soll für die Wirtschaft Einsparungen in Milliardenhöhe erzielen, indem die permanente Entwicklung neuer Anmutungen nicht mehr nötig sein wird. Regierunssprecher Siebert lobte den Vorstoß der Regierung: »Wir haben jetzt lange genug Moden kommen, gehen und wieder kommen sehen. Das ist wirtschaftlicher Unsinn, daher ist das Norm-Design ein großer Schritt nach vorne!«

Das Norm-Design legt zwar eine Standardschriftart, Linksbündigen Satz und eine noch zu definierende Farbpalette fest, lässt den Unternehmen aber auch Freiheiten, zum Beispiel in den Formaten. Bundeswirtschaftsminister Gabriel, SPD, stellt sich ebenfalls hinter das Norm-Design: »Wir beobachten jetzt seit sehr langer Zeit die Designwirtschaft und wir können immer noch nicht erkennen, was die Designer eigentlich genau machen. Wir brauchen aber transparente Dienstleistungen, die jeder nachvollziehen kann, daher wird zukünftig die Bundesregierung das Designgeschäft übernehmen.«

Die Designverbände beraten sich zur Stunde, ob und wie sie Stellung zum Norm-Design beziehen werden und haben sich bereits auf eine gemeinsame Schriftart einigen können.

Bild: DPA

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