Neue Kollegen: Designhochschulen stellen aus

BDG Übersicht Absolventen Ausstellungen

Sommerbeginn, Semesterende, Ausstellungszeit – es ist eine gute Tradition, dass viele Hochschulen und Fachhochschulen zum Semesterende die Arbeiten ihrer Designstudenten in teils sehr schönen Ausstellungen zeigen. Wir haben für Sie alle Termine zusammengestellt, die wir auf den Webseiten der Hochschulen gefunden haben. Sollte uns eine Ankündigung entgangen sein, können Sie uns unter info@bdg-designer.de gerne darauf hinweisen. Die Übersicht ist alphabetisch nach den Namen der Städte sortiert.

Allen neuen Kolleginnen und Kollegen einen guten Start ins Berufsleben mit Haltung, Wissen und einem guten Netzwerk!


 

Diploma Sommer 2016
Fachhochschule Aachen
15. bis 16. Juli 2016

Rundgang 2016
Universität der Künste Berlin
22. bis 24. Juli 2016

Rundgang – Tage der offenen Tür 2016
weißensee kunsthochschule berlin
16. bis 17. Juli 2016

Werkschau
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
29. bis 30. Juli 2016

Rundgang – Open Studios
Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
13. bis 17. Juli 2016

Werkschau / Diplomausstellung
Hochschule Darmstadt
15. bis 19. Juli 2016

Jahresausstellung 2016
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
16. bis 17. Juli 2016

Absolventenausstellung 2016
HFBK Hamburg
8. bis 10. Juli 2016

Rundgang
HfG Karlsruhe
14. bis 16. Juli 2016

Rundgang 2016
Kunsthochschule Kassel
13. bis 17. Juli 2016

»Einblick – Ausblick«
Muthesius Kunsthochschule Kiel
21. Juli bis 23. Juli 2016

KISDparcour 2016
Köln International School of Design
14. bis 17. Juli 2016

KHM-Rundgang 2016
Kunsthochschule für Medien Köln
21. bis 24. Juli 2016

Werkschau
Hochschule Konstanz
16. bis 19. Juli 2016

Werkschau 2016
FH Mainz
8. Juli 2016

Einblick 2016
Hochschule München
22. bis 24. Juli 2016

Parcours – Abschlussausstellung
FH Münster
15. bis 17. Juli 2016

Jahresausstellung 2016
Akademie der bildenden Künste Nürnberg
7. bis 10. Juli 2016

HfG-Rundgang
Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main
8. bis 10. Juli 2016

Werkschau Design
Hochschule Pforzheim
15. bis 16. Juli 2016

Werkschau 2016
Fachhochschule Potsdam
22. bis 23. Juli 2016

Semesterausstellung 2016
Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd
15. und 16. Juli 2016

Rundgang 2016
Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
15. bis 17. Juli 2016

summaery2016 – die Jahresschau
Bauhaus Universität Weimar
14. bis 17. Juli 2016

Jahresausstellung DIA ’16
Hochschule Wismar
7. bis 9. Juli 2016

»Wir sind doch einfach … wir!«
BDG-Podium über Vergangenheit und Zukunft des Designberufs auf Vimeo

BDG Podium Pfeffer, Meer, Kochan, Weimar

Das Gelächter im Publikum war groß, als Florian Pfeffer erzählte, wie einige Designer mit ihm über die Frage gestritten haben, ob Freelancer als Unternehmer zu bezeichnen sind. »Wir sind doch einfach – – – wir!« hatten sie erwidert, als Florian Pfeffer sie fragte, was sie denn sonst wären. Es ist ein verständnisvolles Lachen, das Publikum kennt die Haltung. Viele Designer lassen sich nicht gerne in Kategorien einordnen, schon gar nicht in eindeutig ökonomische.

»Nicht mehr und doch noch nicht« – das ist die Formel, mit der sich der Stand der Branche ganz treffend charakterisieren lässt. Das zeigen die Diskussionen deutlich beim zweiten BDG-Podium, das unter diesem Motto in Weimar stattfand. Nach einem Vortrag der Designhistorikerin Julia Meer sprach der BDG-Designer Boris Kochan mit dem Gestalter Florian Pfeffer und Julia Meer über das Selbstbild von Designern, die Perspektiven der Profession und daraus resultierende Konsequenzen für die Ausbildung von Designern.

Die historische Folie hatte Julia Meer in ihrem einleitenden Vortrag zur Entwicklung des Berufsbilds geliefert. Sie zeichnete nach, wie sich vor knapp 100 Jahren aus Künstlern Designer entwickelt haben. In vielerlei Hinsicht ist diese Herkunft bis heute prägend für den Zustand der Profession geblieben. So ist beispielsweise das Studium immer noch häufig durch künstlerische Traditionen und Inhalte geprägt. Unternehmerische Aspekte spielen nach wie vor eine untergeordnete Rolle. Fertigkeiten wie etwa das rhetorische Wissen, wie Designentscheidungen vertreten werden können, oder strategische Fragen bei der beruflichen Positionierung sind allenfalls Randthemen des Studiums.

Eine klare Differenzierung von Design im Unterschied zur Kunst ist längst noch nicht allerorten erfolgt. So berichtete der Gestalter Florian Pfeffer in der anschließenden Podiumsdiskussion von den vielen Ölgemälden, die er als ehemaliger Dozent an der HfG Karlsruhe für die Mappenprüfungen zu sichten hatte. Sie zeigen ein Designverständnis seitens der Bewerber um einen Studienplatz, das noch immer von der Kunst geprägt ist. Und so erwarten die Studentinnen und Studenten weiterhin Studieninhalte, die sich in erster Linie um Buchgestaltung und Plakatentwurf drehen. Die wenigsten werden jedoch zukünftig allein von dieser Vorstellung des Designberufs leben können. Gefragt sind veränderte Vorstellungen von beruflichen Inhalten. Gefragt sind Konzepte, die sich an dem orientieren, was nachgefragt wird.

Der Beruf ist im Umbruch – zum wiederholtem Male. Es wird Zeit, sich endgültig von der künstlerischen Herkunft zu lösen und zu einem eigenständigen Berufsbild zu finden. Dazu gehört der Mut, auch ungewöhnliche Wege zu gehen. Und manchmal findet man dann auch Weggefährten – nicht nur, aber auch im Berufsverband.

Einen Zusammenschnitt der Diskussion finden Sie auf dem Vimeo-Account des BDG unter https://vimeo.com/154698125

Bundesregierung erwägt verpflichtendes Norm-Design

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht mit Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) am 07.11.2012 im Bundeskanzleramt in Berlin vor Beginn der Kabinettssitzung. Auf der Tagesordnung der Ministerrunde steht unter anderem der Gesetzentwurf zur Einführung eines Betreuungsgeldes. Foto: Michael Kappeler/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Berlin. Die Bombe platzt zum Wochenende: Das Kabinett hat bereits auf der Sitzung am Mittwoch lange darüber beraten, für Deutschland ein standardisiertes Design für sämtliche Kommunikationsmedien einzuführen. Ziel dieser Maßnahme sollen enorme Impulse für die Wirtschaft sein. Das sogenannte Norm-Design (ND) soll für die Wirtschaft Einsparungen in Milliardenhöhe erzielen, indem die permanente Entwicklung neuer Anmutungen nicht mehr nötig sein wird. Regierunssprecher Siebert lobte den Vorstoß der Regierung: »Wir haben jetzt lange genug Moden kommen, gehen und wieder kommen sehen. Das ist wirtschaftlicher Unsinn, daher ist das Norm-Design ein großer Schritt nach vorne!«

Das Norm-Design legt zwar eine Standardschriftart, Linksbündigen Satz und eine noch zu definierende Farbpalette fest, lässt den Unternehmen aber auch Freiheiten, zum Beispiel in den Formaten. Bundeswirtschaftsminister Gabriel, SPD, stellt sich ebenfalls hinter das Norm-Design: »Wir beobachten jetzt seit sehr langer Zeit die Designwirtschaft und wir können immer noch nicht erkennen, was die Designer eigentlich genau machen. Wir brauchen aber transparente Dienstleistungen, die jeder nachvollziehen kann, daher wird zukünftig die Bundesregierung das Designgeschäft übernehmen.«

Die Designverbände beraten sich zur Stunde, ob und wie sie Stellung zum Norm-Design beziehen werden und haben sich bereits auf eine gemeinsame Schriftart einigen können.

Bild: DPA

Für eine Neuausrichtung des Designpreises der Bundesrepublik Deutschland – Petition von Daniel Hyngar

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Die Fragen in Daniel Hyngars offenen Brief an den Rat für Formgebung sind bis heute nicht zufriedenstellend beantwortet worden. Bei seinen Recherchen stieß er auf eine mögliche Ursache für die Misere der deutschen Design-Awards: Es gibt derzeit keine offizielle Würdigung für Designleistungen von staatlicher Seite. Darum hat Daniel Hyngar nun eine Petition zur Neuausrichtung des Designpreises der Bundesrepublik Deutschland gestartet. Dazu gibt es diesen Kommentar im Bayrischen Rundfunk über den Betrug am Verbraucher durch die Designpreise.

Ein Gewinn bei euch ist ein Verlust für mich.
Offener Brief von Daniel Hyngar an den Rat für Formgebung

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Die Freude in seinem Gesicht erstirbt langsam, als Daniel Hyngar die näheren Konditionen für den Designpreis des Rats für Formgebung liest. Allein die Nominierung sollte 449 Euro kosten und verpflichtet dazu, im Fall eines »Gewinnens« bis zu 4150 Euro zusätzlich zu bezahlen. Äußerst verwundert über diesen vermeintlichen Designpreis, ausgelobt vom Rat für Formgebung, hat Daniel Hyngar einen offenen Brief an den Rat für Formgebung geschrieben.
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Daniel Hyngar ist Designer und Inhaber des Büros Hyngar in Köln.

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Der German Brand Award ist laut Eigenaussage »ein Premiumpreis für Marken und Markenmacher und bietet eine einzigartige Chance, Markenkompetenz unter Beweis zu stellen. […]«

 

Verwirrung in der deutschen Award-Landschaft

Der German Brand Award ist ein neuer Ableger des German Design Award, der vom Rat für Formgebung angeboten wird. Der eigentliche Designpreis der Bundesrepublik Deutschland (Auch Bundesdesignpreis genannt) wurde unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie BMWI vom DMY in Berlin verliehen. Diese Schirmherrschaft wurde jedoch abrupt im Jahr 2014 beendet. Seitdem gibt es keine offizielle Auszeichnung der Bundesrepublik für herausragende Leistungen in der Designwirtschaft. Als Ausnahme in der Kreativwirtschaft ist der Deutsche Computerspielepreis zu nennen, der mit insgesamt 470.000 Euro dotiert ist und dessen Teilnahme kostenfrei ist.

Umsatz Designwirtschaft 2014: ca. 18,8 Mrd. EURO*
Umsatz Gamingwirtschaft 2014: ca. 31,4 Mrd. EURO
Dotierung Designpreis Designwirtschaft: –
Dotierung Designpreis Gamingwirtschaft: 470.000 EURO

*ohne Werbemarkt

Der BDG fordert ausdrücklich die Wiederaufnahme einer offiziellen und dotierten Würdigung, die dem Designstandort Deutschland gerecht wird.

Zum offenen Brief von Daniel Hyngar an den Rat für Formgebung:

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