Kalkulieren? Logisch! Der BDG-Stundensatz-Kalkulator

Stundensätze fallen nicht vom Himmel. Sie sind Ergebnis einer kaufmännischen Kalkulation. Aber viele Designerinnen und Designer sind unsicher, wenn es um die Höhe des eigenen Stundensatzes geht. Das zeigen auch unsere periodischen Honorar- und Gehaltsumfragen. Der BDG-Stundensatz-Kalkulator ist ein Instrument, um kaufmännisch tragfähige Honorare zu ermitteln, die den individuellen Lebens- und Arbeitsumständen von Designern entsprechen.

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Baum der Erkenntnis: Das Plakat für geplante Kommunikation

»Ich weiß, was ich sagen will« – denkt sich so mancher Auftraggeber. Aber welche Vorteile hat die gewünschte Aussage, welche davon sollen betont werden? Für jeden Designer, jede Designerin gehört es zum alltäglichen Geschäft zu erklären, was geklärt werden muss, bevor das erste Layout beginnen kann. Das Plakat »Geplant kommunizieren« ist eine kleine Erinnerungshilfe, damit bei diesem Prozess keine Frage unter den Tisch fällt. Zugleich zeigen die verschlungenen Wege des Entscheidungsbaumes Auftraggebern – zumindest wenn das Plakat gut sichtbar im Besprechungsraum platziert ist – was zu einem gelungenen Designprozess hinzugehört.

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Kommunikationsdesigner zwischen Mittelklasse und Existenzminimum: Der BDG Honorar- und Gehaltsreport 2012

Porsche oder Pedale, Party oder Pleite, Platin oder Plastik? Irgendwo dazwischen leben die Designer. Reichtümer häufen die wenigsten an. Immerhin knapp zwei Drittel der Teilnehmer an der BDG-Umfrage zu Honoraren und Gehältern im Kommunikationsdesign kommt mit ihrem Einkommen zurecht. Der alarmierende Rest – und das ist gut ein Drittel – gibt an, nur schlecht oder gar nicht von ihrem Einkommen leben zu können. So erklärt jeder siebte unter den selbständigen Designern, ein jährliches Einkommen von weniger als 10.000 Euro zu erzielen.

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Das Magazin für jeden: Luxemburgs CITY MAG gewinnt German Design Award

Beryl hatte schon eins, ebenso wie Blanche, Tom, Marine, Akira, Christophe und viele mehr. Sie alle hatten ein City Magazine Luxembourg, das ihren Namen trug. Die offizielle Publikation der Stadt Luxemburg leiht sich für ihr Cover jeden Monat den Namen und das Gesicht einer Luxemburgerin oder eines Luxemburgers. Der jeweilige Cover-Star gibt den thematischen Einstieg in ein Magazin vor, das teilweise dreisprachig einen bunten Mix an Informationen bietet, dem die fröhliche Gestaltung mit ihren prägnanten Headlines entspricht.

Am 15. Februar erhielten die Macher von Maison Moderne für City Mag den German Design Award. Es ist beileibe nicht der erste Preis, den das Verlagshaus für die Gestaltung des Heftes erhält: Red Dot Grand Prix 2010, European Design Award 2010 in Silber, D&AD Award 2012, iF Communication Award 2012, ADC Nagel 2012, Joseph Binder Award 2012 in Silber und noch einige mehr. Wir gratulieren ganz herzlich den Machern und insbesondere dem BDG-Designer Guido Kröger, Partner bei Maison Moderne und dort verantwortlich für die Abteilung Design.

Ein derartiges Preisgewitter war Grund genug mit Guido Kröger über seine Vorstellung über den Stellenwert und die Funktion von Designern zu sprechen, zumal die Kommunikationswege über den BDG bereits geebnet sind:

Herzlichen Glückwunsch! Mit der Konzeption und Gestaltung des City Mags haben Sie einen Nerv getroffen und jede Menge Designpreise abgeräumt, vollkommen zu Recht.

Wo fängt für Sie Design an? Bei der Definition einer Lesergruppe oder beim Satzspiegel?

Bei jedem Kick-Off-Meeting zu Beginn eines Editorial-Projektes sitzt der Art Director immer mit am Tisch.

Nicht nur, um sich bei gestalterischen Fragen »einzumischen«, sondern damit er (so wie auch die Redakteure) gleich von Anfang an einen Einblick in das »Ganze« bekommt.

Zwischen diesem Kick-Off und dem eigentlichen Beginn der gestalterischen Tätigkeit liegen dann manchmal Wochen, in denen man sich aber schon – bewusst oder unbewusst – mit dem Projekt auseinandersetzt. Oder wie ich meinem Design-Team immer sagen »Geh‘ schonmal mit dem Projekt schwanger« 😉

Das Design fängt also schon weit vor dem Satzspiegel an.

Kann Qualität die Verlagswelt vor dem immer wieder beschworenen Untergang retten?

Maison Moderne hat sich mit Nischenmagazinen und seinem hohe Anspruch an Qualität (in Text, Bild, Design, Material, Verarbeitung) in den letzten Jahren sehr gut gegen den »Trend« des Magazinsterbens durchsetzen können. 

Mit unserem Wirtschaftmagazin »paperJam«, das jetzt 12 Jahre alt wird, erreichen wir z.b. jeden Monat 50.000 Leser (=10% der Einwohnerzahl Luxembourgs – was, wenn Sie den Luxemburger mit dem Deutschen Markt vergleichen würden, in Deutschland eine Leserschaft von umgerechnet 8 Millionen Lesern wäre!).

Die internationalen Design-Awards, die wir neben City Mag auch mit unseren anderen Magazinen wie Nico (European Design Award 2010, Red Dot Award 2011+2012, iF Communication Award 2012+2013), Désirs (Red Dot Award 2011, iF Communication Award 2013), MMM (iF Communication Award 2012) und Archiduc (iF Communication Award 2013) gewonnen haben, sprechen für die Qualität, die wir anbieten – und die uns sehr (!) wichtig ist.

Sind Designer in Ihren Augen eher Autoren oder eher Ausstatter?

Das kommt ganz auf die Situation und das Projekt an. 

Wie schon in der ersten Frage erwähnt, versuchen wir, den Designer gleich zu Beginn in das Projekt einzubinden. Da arbeitet dann das ganze Team (Herausgeber/Verleger, Redaktion, Design, Photo) an der »Geburt« (oder den späteren regelmässigen Updates) einer Publikation.

Aber es kommt natürlich auch vor, das ein Projekt-Konzept schon weiter fortgeschritten ist, und der Designer später hinzukommt und mit seinem Fachwissen als »Schönmacher« der schon beschlossenen Ausrichtung gefragt ist.

Als guter Designer sollte man beides können und auch mit beidem umgehen können.

Welches »Geheimwissen« haben Designer heute noch zu bieten, wenn jeder mit ein paar Klicks ein Magazin machen kann?

Die Magazine, die mit ein paar Klicks gemacht sind, verschwinden erfahrungsgemäss auch relativ schnell wieder.

Denn die Quick Wins beschränken sich meist nicht nur auf das Design (mit dem man zugegebenerweise schon viel »vorgaukeln« kann), sondern finden sich oft auch in Konzept, in Themenauswahl und den Texten wieder.

Wer einem Trend nachlaufen will oder schlicht kopiert, kommt heute – auch mit Tools wie der CreativeSuite, die irgendwie jeder zu beherrschen meint – zwar ersteinmal schnell weiter. Das Wissen um die »Dos« und »Don’ts« können einem diese »Klicks« aber nicht abnehmen.

Eine fundierte Ausbildung, Fachkentnisse und viel viel Erfahrung – auch im Umgang und der Zusammenarbeit mit den anderen Beteiligten wie Redakteuren und Photographen – spiegeln sich immer im späteren Design wieder. Und das sieht – bewusst oder unbewusst – auch der Leser, der ja schlussendlich Käufer des Magazins ist.

Warum braucht französischer Text eigentlich immer mehr Platz als deutscher?

Ich habe in den Jahren als Editorial Designer in der Tat bemerkt, das romanische Sprachen im allgemeinen mehr Platz als germanische brauchen.

Vielleicht sind die Wörter einfach länger? Oder ist der Satzbau schuld? Je ne sais pas… Vielleicht kann uns da die Académie française weiterhelfen 😉