Die unfaire Ausschreibung des Monats!

Immer wieder erreichen uns Hinweise von Kollegen auf unfaire Ausschreibungen für Designleistungen. Die beklagten Ausschreibungen verlangen, dass Designer Ideen und Skizzen beisteuern müssen, um teilnehmen zu können.

Wir sagen: Die Idee und die Skizze sind der sichtbare letzte Meter, den man nur sehen kann, wenn das Denken vorher erledigt ist. Designer, die eine Skizze abliefern wollen, müssen vorher das Konzept entwickeln, denn Gestaltung ohne Gedanken ist nur Dekoration.

Wir sagen: Es ist unfair, dass Designer so stark in Vorleistung gehen müssen und wir fordern ausdrücklich ein faires Ausschreibungssystem für Designleistungen.

geplant-kommunizieren Wir unterstützen unsere Forderung nach Fairness an die Auslober gerne mit einem Erinnerungsexemplar unseres Entscheidungsbaumes Ich will geplant kommunizieren. Der Entscheidungsbaum zeigt sehr deutlich den Anteil der Konzeption, bevor der allererste Strich gezeichnet werden kann.

 


 

Aktuelle Ausschreibung:

Auslober:
Land Nordrhein-Westfalen
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt,
Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz
Ausschreibung 14/020.1

Entdeckt von:
Designer Dirk Büchsenschütz, Wuppertal

Unsere Reaktion:
Ein Plakat Ich will geplant kommunizieren verbunden mit diesem Begleitschreiben:
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Haben Sie eine unfaire Ausschreibung gefunden? Unser Ziel ist ein fairer Umgang aller Beteiligten miteinander und freuen uns über jede Unterstützung. Bitte schreiben Sie einfach an unsere Bundesgeschäftsstelle. Danke.

Lösungen statt Logos – die Süddeutsche Zeitung zur Arbeitssituation von Kommunikationsdesignern

Der Beruf der Designer verändert sich rapide – nicht zum ersten Mal. Der BDG hat in fast 100 Jahren Geschichte schon einige rasante Änderungen mit erlebt und setzt sich auch jetzt als Stimme der Branche für die Interessen der Kommunikationsdesigner ein. Die Süddeutsche Zeitung veröffentlichte am Samstag, dem 8.11.2014 einen Artikel über die veränderte Rolle der Gestalter, den wir hier für begrenzte Zeit zeigen dürfen. BDG Präsident Christian Büning beantwortet in diesem Artikel die Frage, ob der Beruf des Designers erstmals seit Beginn der Digitalisierung statt einer Generalisierung nun wieder eine Spezialisierung erfährt.

Dank der demokratisierten Technik können Designer eine Vielzahl von Leistungen anbieten, die bisher von mehreren Einzelgewerken geliefert wurden (z.B. Satz, Bildretusche, Datenerstellung). Diese Entwicklung zu Generalisten der Produktion kehrt sich nun langsam wieder um, da die einzelnen Gewerke wie z.B. Druckvorstufe, Programmierung, Fotografie, Social Media immer komplexer geworden sind. Ein einzelner Designer ist meist in einem der Gewerke gut, kann aber selten alle Gewerke professionell bedienen. Die Designer reagieren darauf mit einer Fokussierung auf Ihre Kernkompetenzen: Kommunikation konzipieren und entwerfen.

Hier war ein Link zum Artikel aus der Süddeutschen Zeitung, den wir freundlicherweise bis zum 28.2.2015 zeigen durften und nun wie vereinbart nicht mehr widergeben. Sollten Sie Interesse an diesem Artikel haben, sprechen Sie bitte direkt die Süddeutsche Zeitung an. Vielen Dank. 

 

Update: Online-Umfrage gestartet: Geldsegen oder Geldsorgen – was haben Designer von ihrer Arbeit?

Gesicherte Existenz oder gerade mal wieder so über die Runden gekommen? Design wird als bedeutender Wirtschaftsfaktor gefeiert, Gestaltung gilt als überaus attraktives Berufsfeld. Aber wie lebt es sich als Designer? Das Klischee malt glanzvolle Altbau-Residenzen wie prekäres Lebenskünstlertum mit dem Laptop im Café. Seriöse Zahlen, die ein realistisches Bild vermitteln, sind Mangelware. Änderungen auf politischer oder gesellschaftlicher Ebene sind jedoch nur auf Basis seriöser Zahlen zu erzielen.

Der BDG Berufsverband der Deutschen Kommunikationsdesigner will wissen, wie Designer leben und arbeiten. Wir wollen wissen, wie viel Geld Sie bekommen und wie Sie damit zurecht kommen. Uns interessiert, ob das Geld zur Familienplanung reicht und ob Sie sich fair behandelt fühlen. Bereits zum vierten Mal startet der Verband seine Online-Umfrage zu Honoraren und Gehältern im Design.

Erstmalig sind neben den Kommunikationsdesignern auch alle Industrie- und Produktdesigner herzlich zur Teilnahme eingeladen. Ebenso freuen wir uns auf die Antworten der österreichischen Kolleginnen und Kollegen. Sowohl der VDID Verband Deutscher Industrie Designer wie der österreichische Designverband designaustria sind Kooperationspartner beim diesjährigen Honorar- & Gehaltsreport.

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»Wir vertreten unsere Interessen am besten selbst« – Robert Glogowski ist neuer Vizepräsident der ICOGRADA


Drei Tage verbrachten Design-Vertreter aus aller Welt Mitte November gemeinsam im fensterlosen Keller eines Betonbaus in Montreal. Am Ende hatten sie nicht nur Entscheidungen gefällt, die die künftige Arbeit des Weltverbands der Designer ICOGRADA maßgeblich neu ausrichten, sie wählten auch turnusgemäß ein neues Präsidium.

Wir freuen uns sehr, dass der BDG-Designer Robert Glogowski zu einem von fünf Vizepräsidenten gewählt wurde. Damit ist nach Kurt Weidemann, Helmut Langer und Michael Hardt seit langem wieder ein deutscher Designer im Präsidium der weltweiten Interessenvertretung der Designer vertreten.

Wir haben mit Robert Glogowski, der auch Mitglied des BDG-Präsidiums ist, über seine neue Verantwortung und die Arbeit der ICOGRADA gesprochen.

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Friedrich W. Siebeke: Jurist im Dienste der Designer

Friedrich W. Siebeke, langjähriger Syndikus des BDG ist am 6. August 2013 im Alter von 90 Jahren gestorben. Er hat den Verband über Jahrzehnte nicht nur juristisch begleitet, er hat ihn – und damit das gesamte Berufsbild – mit geprägt.

Es waren unruhige Zeiten, als Friedrich W. Siebeke 1974 zum Syndikus des BDG wurde. Das Kartellamt hatte kurz zuvor dem BDG aus wettbewerbsrechtlichen Gründen untersagt, seine Honorarrichtlinien weiterhin herauszugeben. Erst 1988 konnte der Verband wieder – insbesondere dank seines fachkundigen und beharrlichen Engagements – Honorarempfehlungen aussprechen. In der Zwischenzeit hatte er gemeinsam mit Verantwortlichen aus den Reihen des BDG Strukturen erarbeitet, die den Abschluss eines Tarifvertrages für Designer ermöglichten. Diese Strukturen führten dann letztlich zur Gründung der AGD Allianz Deutscher Designer.

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