Vortrag auf Reisen: Bewegte Zeiten – Agiles Publishing

Unsere Zeit schreit nach Veränderung: Nach wie vor arbeiten wir in der Entwicklung von Kommunikationsprodukten mit linearen Prozessen. Dabei passen diese nur noch bedingt zum Verhalten heutiger Medien und zur extremen Marktdynamik. Wir brauchen andere Arbeitsweisen, um die Dynamik um uns herum und in unseren Medien vorwegzunehmen. Die innovativsten Branchen machen es vor: Sie haben etablierte Prozessmodelle wie Scrum, die auf dem Konzept der Agilität beruhen und darauf ausgerichtet sind, mit der Geschwindigkeit am Markt Schritt zu halten.

Mit dem Vortrag »Agiles Publishing« lädt der BDG alle Designerinnen und Designer ein, von den Erfahrungen dieser Branchen zu lernen. Möglichkeiten dazu bestehen Anfang Oktober in Münster, Wuppertal, Berlin und München.

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4. Deutscher Designerkongress der iDD am 20. Oktober auf Zollverein in Essen

Lust & Last – zwei Worte, die das Spektrum, in dem sich Kreative bewegen, kurz und knapp umreißen. An der Schnittstelle von Leidenschaft und Rahmenbedingungen entsteht allzu oft Reibung. Dabei die Balance zu halten, die Lust nicht zu verlieren und nicht der Last das Feld zu überlassen, kann zur Herausforderung werden. Umgekehrt bietet der Lustfaktor Kreativität ein unvergleichlich hohes berufliches Identifikationspotenzial mit hohem Zufriedenheitsfaktor. Welche Aspekte in dem vielfältigen Beziehungsgefüge, in dem sich Designerinnen und Designer bewegen, eine Rolle spielen, wie der Lustfaktor Kreativität zu überzeugender Leistung führen kann und wie sich „lästige“ Faktoren beherrschen lassen, sind Themen beim 4. Deutschen Designerkongress der iDD am 20. Oktober 2014 auf Zollverein in Essen.

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Design-Wettbewerb? Das geht auch fair!

Da Dreistigkeit und Ruppigkeit bei Design-Wettbewerben und Dumpingportalen eher zu- als abnehmen, empfiehlt der BDG allen Kolleginnen und Kollegen dringend, vor der Teilnahme an Wettbewerben die Wettbewerbsbedingungen genau zu studieren. Die vier wichtigsten Aspekte für potentielle Teilnehmer fassen wir hier zusammen:

1. Keine Übernahme von Haftungsrisiken!

Es ist in Mode gekommen, per Teilnahmebedingungen die komplette Haftung für etwaige Verletzungen von Rechten Dritter durch die Nutzung des Entwurfs auf die Teilnehmer abzuwälzen. Mit Blick auf die enormen Kosten für auch nur einigermaßen sichere Überprüfungen durch Juristen – etwa im Vorfeld einer Markeneintragung – oder spätere Rechtsstreitigkeiten in diesem Feld wird klar, dass hier auf dem Rücken der Teilnehmer gespart werden soll. Diese Bauernschläue verrät aber auch, wes Geistes Kind der Auslober ist. Findet sich ein solcher Passus in den Teilnahmebedingungen, gibt es nur eine dringende Empfehlung: Finger weg, auf keinen Fall teilnehmen! Hier lauert eine existenzbedrohende wirtschaftliche Gefahr!

2. Keine Abtretung von Rechten allein schon durch die Teilnahme!

Bei einigen Wettbewerben sollen die Teilnehmer schon bei der Einreichung sämtliche übertragbaren Rechte an ihren Einreichungen uneingeschränkt abtreten. Bei seriösen Wettbewerben räumen die Teilnehmer dem Auslober bestenfalls ein, die Entwürfe für die Kommunikation oder Dokumentation des Wettbewerbs nutzen zu dürfen, alles Weitere ist Verhandlungssache und muss marktgerecht vergütet werden. Falls die Wettbewerbsbedingungen also schon durch die Einreichung eine Übertragung aller Rechte vorsehen, gilt die gleiche dringende Empfehlung wie oben: Finger weg, nicht teilnehmen!

3. Respektvoller und fairer Umgang mit den Teilnehmern und deren Leistungen

Zu einem respektvollen und fairen Umgang mit den Teilnehmern gehören noch weitere Selbstverständlichkeiten: 

  • Die Entwurfsleistungen von mindestens drei Teilnehmern werden prämiert und sind mit Preisgeldern versehen. 
  • Die spätere Nutzung der eingereichten Entwürfe wird selbstverständlich noch separat honoriert, denn das Preisgeld ist eine Prämie, die das Risiko abbildet, nicht zu gewinnen. Es ist kein Honorar. 
  • Das Recht auf Namensnennung der Teilnehmer ist nicht beschnitten. Verständlicherweise ist es Designern wichtig, ihre Entwürfe mit ihrem Namen in Verbindung bringen zu dürfen. 

Sind auch diese Grundregeln von den Wettbewerbsauslobern beachtet, sollte noch ein Blick auf die Juryzusammensetzung erfolgen. 

4. Die Jury ist bekannt und mindestens zur Hälfte mit Designern besetzt

Die Teilnehmer müssen schon zum Zeitpunkt der Ausschreibung wissen, wer ihre Arbeiten bewertet, das gebieten Transparenz und Fairness. So sitzen bei einem Fachwettbewerb natürlich Fachleute in der Jury. Auch wenn die Entscheider des Auslobers in der Regel Teil der Jury sein wollen, sollte diese bei Design-Wettbewerben mindestens zur Hälfte mit Designern besetzt sein. Auf jeden Fall sollte ein Designer den Vorsitz innehaben.

 

Der BDG unterstützt:
Wie faire Design-Wettbewerbe aussehen und veranstaltet werden, verrät unsere Broschüre »BDG-Richtlinien für Entwurfswettbewerbe«. Darüber hinaus bieten wir Beratung bei der Planung von Design-Wettbewerben an, denn wir wissen, »das geht auch fair!«.

Der BDG belohnt:
Wir werden faire Design-Wettbewerbe, die leider nicht gerade in der Überzahl sind, ab sofort mit dem »BDG-Fairward« auszeichnen und an dieser Stelle veröffentlichen. Bewerbungen und Vorschläge sind in unserer Bundesgeschäftsstelle herzlich willkommen.

 

Die Online-Umfrage: Wie viel verdienen Kommunikationsdesigner wirklich?

Prekariat oder Porschefahrer? Beides sind gängige Klischees über Kommunikationsdesigner. Glanz und Elend liegen dicht beieinander. Das Problem ist: Seriöse Zahlen, die ein realistisches Bild von den Lebensumständen der Kommunikationsdesigner zeichnen, gibt es kaum. Änderungen auf politischer und gesellschaftlicher Ebene sind aber nur auf der Basis seriöser Zahlen zu erzielen.

Der BDG Berufsverband der Deutschen Kommunikationsdesigner will es erneut wissen. Nach dem großen Gehaltsreport 2010 startet der Verband eine neue Umfrage. Dieses Mal sind nicht nur die angestellten Kollegen und Kolleginnen gefragt. Dieses Mal wollen wir auch von den selbständigen Kommunikationsdesignern und -designerinnen wissen, wie sie arbeiten und wie sie leben.  Wie viel Geld bekommen sie und wie kommen sie damit zurecht? Reicht es für eine Familienplanung? Werden Überstunden angerechnet? Stehen Gehalt und Einkommen in einem angemessenen Verhältnis zur geleisteten Arbeit?

Teilnehmen können alle angestellten oder selbstständigen Designer und Designerinnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Beantwortung der Multiple-Choice-Fragen beansprucht rund 10 Minuten. Die Teilnahme ist anonym und die erhobenen Daten werden nicht an Dritte weiter gegeben. Die Umfragesoftware speichert lediglich temporär die IP-Adressen der Teilnehmer, um Doppelantworten zu verhindern.

Die Ergebnisse dieser Umfrage werden wir Anfang 2013 präsentieren. Die mit dieser Umfrage gewonnenen Zahlen leisten einen wichtigen Baustein zur Diskussion über die Situation der Kreativwirtschaft und helfen uns dabei, die Interessen der Kommunikationsdesigner besser gegenüber der Politik zu vertreten.

Die Umfrage ist vom 8. Oktober bis 16. November* 30. November 2012 online. Wir hoffen auf rege Teilnahme und sind gespannt auf die Ergebnisse.

Hier geht’s zur Umfrage: www.bdg-report.de

* Nachtrag vom 28. Oktober 2012:
Wir freuen uns, dass designaustria, Interessenvertretung und Wissenszentrum für Design in Österreich, diesen Report ebenfalls unterstützt. Um den österreichischen Kolleginnen und Kollegen genügend Zeit zur Teilnahme bieten zu können, halten wir die Online-Umfrage zwei Wochen länger, also bis zum 30.11.2012, offen.

Urheber – Recht? Wie Wirtschaft und Politik die Urheber sehen

ACTA, Urheberrecht, Transparenz – die großen gesellschaftspolitischen Fragen sind in aller Munde. Doch was steckt dahinter? Ist das Urheberrecht ein überholtes, weltfremdes und hinderliches Relikt? Und was hat das mit Design zu tun? Gemeinsam mit dem BDG und der KreativRegion38 laden die Career Services der HBK Braunschweig zu einem Vortrag ein: 

Donnerstag, 31. Mai 2012, 18:30 Uhr 
Aula der HBK Braunschweig
Johannes-Selenka-Platz 1 

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.