Der große BDG-Gehaltsreport: Was verdienen die deutschen Kommunikationsdesigner wirklich?

Jeder kennt die Klagen von Kollegen und Kolleginnen über schlechte Bezahlung, über Berge nicht vergüteter Überstunden, und unterdurchschnittliche Urlaubsansprüche. Geht es den deutschen Designern wirklich so schlecht? Schließlich existiert in der Öffentlichkeit immer noch – nicht ganz ohne Grund – das Bild von dem Designer mit dem überaus schnittigen Wagen vor der Tür und den erlesenen Designermöbeln im Büro.

Und tatsächlich, es gibt die einen wie die anderen, aber keiner weiß, an welcher Spanne der Gehaltsskala angestellte Designer wirklich zu verorten sind. Seriöse und belastbare Zahlen zum Gehalt von angestellten Kommunikationsdesignern sind kaum zu finden. Änderungen auf politischer oder gesellschaftlicher Ebene sind aber nur auf der Basis gesicherter Zahlen möglich.

Der BDG will’s daher wissen: Wie geht es angestellten Kommunikationsdesignern in Deutschland wirklich? Wir möchten belastbare Zahlen ermitteln, wie die angestellten Designer in Deutschland arbeiten, wie viel Gehalt sie bekommen und wie sie damit zurecht kommen. Reicht es für eine Familienplanung? Werden Überstunden angerechnet? Steht das Gehalt in einem guten Verhältnis zur geleisteten Arbeit?

Wenn Sie ein angestellter Designer in Deutschland sind, sind Sie herzlich eingeladen, an dieser Umfrage teilzunehmen. Die Teilnahme ist anonym und die erhobenen Daten werden nicht an Dritte weiter gegeben. Die Umfragesoftware speichert lediglich temporär Ihre IP-Adresse, um Doppelantworten zu verhindern. Die Ergebnisse dieser Umfrage werden wir Ende Januar 2011 hier präsentieren. Es warten 24 Multiple-Choice-Fragen auf Sie, die kaum mehr als zwei Minuten beanspruchen sollten. Wir zählen auf Sie! Herzlichen Dank.

Zur Umfrage…

Nachtrag | 8.11.2010

Soeben weist uns Achim Schaffrinna auf seine Umfrage »Designer und Ihre Arbeit« auf designtagebuch.de hin, die sich mit folgenden Fragen beschäftigt: Sind Angestellte oder sind Selbstständige die glücklicheren Designer? Was ist der Antrieb, die Motivation hinter dem Designersein? Wo fühlen sich Designer am wohlsten? Wo werden die meisten Überstunden geschoben und wo die wenigsten Urlaubstage genommen? Welche Designdisziplin produziert den meisten Stress?

Die Umfrage läuft noch bis zum 20. November und benötigt nur 3–4 Minuten Zeit: http://www.designtagebuch.de/dt-umfrage-designer-und-ihre-arbeit/

Mit einem ähnlichen Thema beschäftigt sich auch die PAGE in ihrer Dezemberausgabe, die mit der Titelgeschichte »Selbstbestimmtes Arbeiten« aufmacht. Dazu schreibt schreibt die PAGE-Redaktion: »Hier geben wir Tipps für erfolgreiche Honorarverhandlungen, zeigen aber auch, wie gute Teamarbeit geht, wie man auch in einer Stressfabrik wie der Kommunikationsbranche den Spaß an der Arbeit behält und sich vor einem Burnout schützen kann und wie sich ein kreativer Job mit der Familie vereinbaren lässt. PAGE 01.2010 erscheint am 1. Dezember.«

4 Gedanken zu „Der große BDG-Gehaltsreport: Was verdienen die deutschen Kommunikationsdesigner wirklich?

  1. Schade, dass es eine solche Umfrage nicht auch für Österreich und Schweiz gibt.
    Irgendwie hab ich immer das Gefühl, dass keiner übers Geld reden will und alle sich gegenseitig nur beneiden und beschimpfen.
    Ich bin neu im Gewerbe (3 Jahr selbständig) und finde es immer extrem schwierig Kostenschätzungen und Angebote zu machen, vor allem für Projektarten die man vorher noch nicht gemacht hat.
    Ein anderes Problem sind „Designer“ mit Dumping-Preisen. Es kann mir niemand erklären, dass es sich rechnet eine Website um 290,– EUR zu erstellen…

    So genug geflamed, zurück an die Arbeit…

  2. Endlich wird unser Job unter die Lupe genommen.
    Immer Überstunden, Wochenendarbeit, Stress und druck von oben, alles unbezahlt. Ich glaube man verdient nach keinem Studium so schlecht wie wir Designer nach unserem! Wie soll man den so seine Familie gründen? Das ist mir ein Rätsel!

    Und die Chefs haben die dicken Autos und einige Häuser… na klar! – wenn man in Deutschland so viele Arbeitsstunden geschenkt bekommt. Am schlimmsten ist auch der Zeitfaktor, alles muss schnell gehen und wehe es geschieht ein Fehler – dann ist aber Holland in Not!

    Was mich am allermeisten nervt ist die Tatsache das alle es als selbstverständlich ansehen. Tja, wir sind ja selber schuld, wenn wir uns ausbeuten lassen auf kosten unserer Familienplanung.

    Mal ganz ehrlich, ich liebe das was ich tue (bin Designer) aber die Arbeitszeiten und der ständige Stress machen den Beruf sehr unsexy! Hätte ich bloss was vernünftiges gelernt :) hehe hiii

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