Die Online-Umfrage: Wie viel verdienen Kommunikationsdesigner wirklich?

Prekariat oder Porschefahrer? Beides sind gängige Klischees über Kommunikationsdesigner. Glanz und Elend liegen dicht beieinander. Das Problem ist: Seriöse Zahlen, die ein realistisches Bild von den Lebensumständen der Kommunikationsdesigner zeichnen, gibt es kaum. Änderungen auf politischer und gesellschaftlicher Ebene sind aber nur auf der Basis seriöser Zahlen zu erzielen.

Der BDG Berufsverband der Deutschen Kommunikationsdesigner will es erneut wissen. Nach dem großen Gehaltsreport 2010 startet der Verband eine neue Umfrage. Dieses Mal sind nicht nur die angestellten Kollegen und Kolleginnen gefragt. Dieses Mal wollen wir auch von den selbständigen Kommunikationsdesignern und -designerinnen wissen, wie sie arbeiten und wie sie leben.  Wie viel Geld bekommen sie und wie kommen sie damit zurecht? Reicht es für eine Familienplanung? Werden Überstunden angerechnet? Stehen Gehalt und Einkommen in einem angemessenen Verhältnis zur geleisteten Arbeit?

Teilnehmen können alle angestellten oder selbstständigen Designer und Designerinnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Beantwortung der Multiple-Choice-Fragen beansprucht rund 10 Minuten. Die Teilnahme ist anonym und die erhobenen Daten werden nicht an Dritte weiter gegeben. Die Umfragesoftware speichert lediglich temporär die IP-Adressen der Teilnehmer, um Doppelantworten zu verhindern.

Die Ergebnisse dieser Umfrage werden wir Anfang 2013 präsentieren. Die mit dieser Umfrage gewonnenen Zahlen leisten einen wichtigen Baustein zur Diskussion über die Situation der Kreativwirtschaft und helfen uns dabei, die Interessen der Kommunikationsdesigner besser gegenüber der Politik zu vertreten.

Die Umfrage ist vom 8. Oktober bis 16. November* 30. November 2012 online. Wir hoffen auf rege Teilnahme und sind gespannt auf die Ergebnisse.

Hier geht’s zur Umfrage: www.bdg-report.de

* Nachtrag vom 28. Oktober 2012:
Wir freuen uns, dass designaustria, Interessenvertretung und Wissenszentrum für Design in Österreich, diesen Report ebenfalls unterstützt. Um den österreichischen Kolleginnen und Kollegen genügend Zeit zur Teilnahme bieten zu können, halten wir die Online-Umfrage zwei Wochen länger, also bis zum 30.11.2012, offen.

4 Gedanken zu “Die Online-Umfrage: Wie viel verdienen Kommunikationsdesigner wirklich?

  1. “Ich stehe Statistiken etwas skeptisch gegenüber, denn laut Statistik haben ein Millionär und ein Habenichts je eine halbe Million.”

    Franklin D. Roosevelt (1882 – 1945)

  2. @ Brent Debecker:
    Können Sie Ihre Aussagen über den BDG belegen? An welcher Stelle definieren wir, dass wir uns nicht um Freiberufler kümmern? Ich lade Sie ein, auch an der Umfrage teilzunehmen, damit wir möglichst belastbare Zahlen bekommen können. Sie können in der Umfrage übrigens auch die Zufriedenheit mit ihrer eigenen beruflichen Situation angeben.  

  3. BDG und AGD haben schon in den ausgehenden 80er Jahren fürchterlich nett und strategisch einfühlsam vorgeschlagen, für die geleistete Gestalter-Stunde, etwa 100.- bis 120.- DM, abzurechnen. ?! (plus “Urhebrechte” die einem keiner bezahlt,… )

    Erstens zeigt das, an wen sich diese demokratisierenden “Standesorganisationen” denn wirklich wenden = an Agenturbesitzer und andere hohen Persönlichkeiten und Fremdverwerter und nicht etwa an “normale” kleine “Freiberufler” und

    Zweitens, auch wenn damals diese Summen gezahlt hätten werden können (wie heute wo doch so hohe Industrie-Gewinne gemacht werden aber die Stimmung im Täusch-lande immer strategisch geschickt gedämpft wird nebenher,.), und rein theoretisch in einer der reichsten Länder und “Volkswirtschaften” der Welt und dem reichsten Land in Europa, solche Tarife und Summen wurden nicht an kleinere Freiberufler und gewöhnliche Grafiker, Designer, Illustratoren ausgezahlt oder äusserst selten,

    Drittens: Versuchen solche Organisation ein künstliches Honorar-Nveau aufzurichten, an das man/frau sich halten sollte, eines das praktisch in der Vielzahl der Fälle nicht umsetzbar ist, um auch hier wieder einen realen Verwertungsdruck aufzurichten und entsprechend Angst zu verbreiten, sich an solche komplett surrealen Tarife halten zu können oder als vom hohen Ross gepredigte Vorgabe zu erreichen,
    Es gibt im gestalterischen Bereich keine Standesorganisation wie bei den Ärzten, bei den Architekten, Rechtsanwälten, etc. (Brago?) die irgendetwas dafür tut, das überhaupt nennenswerte und erträgliche Tarife,d.h oft Std. Sätze durchsetzbar gemacht werden können. Jede/r ist sich selbst überlassen, um sich an der Geschäftsfront der Haie in Penz, PeemWeh, Posse und Porschee-outfit, durch zu beißen und mit diesen juristisch und finanziell über kompetenten angeblich “ehrbaren” Kaufleuten zu verhandeln,

    Viertens: Das ist alles nur ein übler und durchgängiger Witz, es werden in Deutschland kaum angemessene Honorare bezahlt, die Verwerter und Industrien sind auf kulturelle Leistungen ausser in entsprechenden “Leuchturm-branchen” nicht angewiesen, drücken auch dort die Preise aller Zuliefere wie auch der Gestalter (ausser ihrer Agenturfreunde, die ebenso bereits einen Jet, eine Jacht, zwei Luxus Limousinen, einen Porscheee oder Maserati, und ein schweres Motorrad besitzen, also “dringend” auf dies Gelder angewiesen sind, !!??

    ‘Ausserdem ist das Grafiker-image entschieden angenagt worden, durch die schlecht koordinierte, politisch dubiose Etablierung der Mediengestalter-Ausbildung , mit entsprechend �vollwertigem� Abschluss, ..

    was im Endeffekt darauf hinaus läuft, das ebensolche die Arbeit der früheren Grafiker leisten (dürfen), das Preisniveau weiter enorm abgesunken ist (aber die Gewinnmargen der Industrie sich kräftig erhöht haben) und man sich als Grafiker,Designer oder studierter Gestalter freuen darf, darüber in ähnlichem HartzV Niveau �noch abrechnen� zu dürfen (vor Steuer) , wenn nicht gerade Praktikanten die Arbeit für noch viel weniger freudvoll beschwingt, leisten “dürfen”, ..!?

    Zusatz:
    Inzwischen kann man, wenn man/frau/mensch wirklich anspruchsvollere und nicht Industrie abhängige, dort devot belächelte, etwa ökologisch nachhaltigere oder kritische Gestaltung und Illustrationen (quasi künstlerisch) anfertigen möchte, nebenher die Regale im Supermakrt auffüllen, oder bei MacDoof an der Kasse stehen, um als beschwingter Bohémien der Neuzeit sich ein Leben zu finanzieren (im entsprechend marginalen Überfluss) das einem die bornierte, Kultur-ferne und ängstliche, deutsche aber elitär sich gebärdende Verwertungsindustrie mit ihren stupiden und Geist wie Kultur abtötetenden, rein monetär an totem Geld-Profit ausgerichteten Vorgaben verweigert, zudem und wer zudem diese durchgängige Verwertungspraxis anfängt zu kritisieren, kann seine bunten Bilder ab dann mit anderen HartzIV oder V Genossen malen und betrachten gehen, die dann dazu sagen werden:
    “Echt schön gemalt Kumpel und was hast du sonst gelernt”? (Aha: Brotlose Kunst?)

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