Gebührenfrei: Ehrenpreis für Gestaltung ausgelobt

An Design-Preisen herrscht wahrlich kein Mangel. Dabei funktionieren nahezu alle von ihnen nach dem gleichen Prinzip: Ohne Fleiß kein Preis. Das heißt in diesem Fall: Ohne Geld, kein Ruhm. Denn üblicherweise sind bei den bestehenden Exzellenz-Wettbewerben nicht unerhebliche Teilnahmegebühren zu entrichten und zuweilen ist im Falle eines Gewinnes noch zusätzlich eine »Veröffentlichungspauschale« für das Gewinnerjahrbuch im vierstelligen Bereich zu zahlen. Man muss es sich also schon leisten können, Ruhm und Ehre zu erwerben. Exzellente Gestaltung ist da leider nur der Anfang.

Die Berliner Gestalterin Juli Gudehus hat mit dem »Ehrenpreis der Gestaltung« eine Alternative zu bestehenden Design-Preisen initiiert. Ihr Ziel ist es, einen Beitrag zur Förderung des Ansehens von Gestaltern in Deutschland zu leisten. Der Preis umfasst sämtliche gestalterischen Disziplinen. Das sind neben Design auch Architektur, Bühnenbild und Illustrationen. Arbeiten können kostenlos mit schriftlicher Begründung von KollegInnen, AuftraggeberInnen oder Nutzern für den Ehrenpreis vorgeschlagen werden. Ein Team von 28 Gutachtern sichtet die Arbeiten und nominiert ein bis zwei Arbeiten, von denen eine siebenköpfige Jury die Preisträger auswählt. Vorschläge für herausragende Gestaltungsleistungen können ab sofort noch bis zum 31. Januar 2013 unter http://www.der-ehrenpreis.de eingereicht werden.

Den BDG Fairward bekommt der Ehrenpreis allerdings nicht, da die Jury noch nicht bekannt ist. Dennoch sind wir gespannt auf die Ergebnisse, hoffentlich auch viele aus dem Bereich Kommunikationsdesign, und wünschen eine rege Teilnahme.

 

Ein Gedanke zu “Gebührenfrei: Ehrenpreis für Gestaltung ausgelobt

  1. Die Idee ist nicht schlecht, vor allem: Arbeiten können kostenlos vorgeschlagen werden. Jedoch wird nur die Zeit zeigen, ob es sich um eine Idee handelt oder ob daraus ein renommierter Preis entstehen wird. Die Jury aus 28 Gutachtern scheint etwas zu umfangreich zu sein.

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