50 Jahre »form« – komplett online in Wort und Bild

Die »form« feiert ihren 50. Geburtstag und beschenkt die Designszene reich mit der Öffnung des kompletten Archivs im Internet. Sämtliche Ausgaben können Seite für Seite angeschaut werden und für die gezielte Recherche steht eine Volltextsuche bereit – und zwar kostenlos.

Der BDG sagt artig danke und gratuliert der »form« herzlich zum Geburtstag.

Unbedingt anschauen: www.form.de/archiv

Papiersuche leicht gemacht

Ich habe da neulich ein Papier gesehen … und das ist dann meist der Beginn einer aufreibenden und zeitraubenden Suche.

Die Papier Union hat zur Vermeidung dieser Mühsal einen kostenlosen Papier-SuchDienst eingerichtet. Jeder Hilfesuchende kann sich mit einem Muster oder einem Namensfragment an die firmeneigenen Beratungscenter wenden.

Mit großer Wahrscheinlichkeit, so heisst es, werden die Mitarbeiter in der umfangreichen Papierdatenbank fündig.

Nähere Informationen finden Sie hier.

Volle Kraft voraus – KSK auf sicherem Kurs

Die Finanzierung der Künstlersozialkasse (KSK) steht seit dem 22. März 2007 auf neuen gesetzlichen Füßen. Der Bundestag hat mit Zustimmung fast aller Fraktionen die Reform des Künstlersozialversicherungsgesetzes beschlossen. Damit ist nach Einschätzung des Deutschen Kulturrates die Finanzierung dieses in Europa einmaligen Systems vorerst gesichert.

In den vergangenen Jahren war die Zahl der Versicherten sehr stark angestiegen, so stark, dass eine Reform nötig geworden war, um die Leistungen der KSK weiterhin gewährleisten zu können. In der Hauptsache geht es bei dieser Reform um die Herstellung von Beitrags- und Abgabengerechtigkeit, die durch erhöhte Kontrollen bei Versicherten wie bei Verwertern garantiert werden soll.

Schon bisher waren alle Unternehmen, die Ergebnisse künstlerischer Arbeit nutzen, zur Abgabe einer Künstlersozialabgabe verpflichtet. Diese Abgabe betrifft nicht nur die klassischen Kunstverwerter, wie Bühnen, Verleger, Kunsthandel und Fernsehen, sondern auch beispielsweise Unternehmen, die ihre Werbung von freien Agenturen und Fotografen gestalten lassen. Viele Auftraggeber sind in der Vergangenheit der Abgabenpflicht nicht nachgekommen.

In Zukunft wird bei allen Unternehmen geprüft, ob eine Künstlersozialabgabe zu zahlen war und ob diese ordnungsgemäß abgeführt wurde. Die Prüfstelle der deutschen Rentenversicherung wird diese Kontrollen durchführen.

Gleichzeitig wird künftig bei den Versicherten häufiger die tatsächliche Einkommenssituation überprüft. Dazu müssen Einkommenssteuerbescheide oder Gewinn- und Verlustrechnungen sowie exemplarische Rechnungsbelege vorgelegt werden. Durch die Stichproben wird die Beitragsgerechtigkeit gestärkt, da nur die tatsächlich Berechtigten in den Genuss der Künstlersozialversicherung kommen sollen. Die Reform findet in der Politik und in der Kultur breite Zustimmung.

Ausdrücklich weist der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, in seiner Stellungnahme auf die Einmaligkeit dieses sozialen Sicherungssystems hin. »Aus den Nachbarländern wird das deutsche System als Vorbild gesehen, gerade weil es an der berufsmäßigen Ausübung einer künstlerischen Tätigkeit und nicht an der Qualität des Werkes ansetzt.« Mit dieser Reform, so sein Resümee, wurde die Künstlersozialkasse zukunftsfest gemacht.

Qualitätskriterien für gute Typografie

Hehrer Anspruch, ewige Sehnsucht und rhetorische Munition auf der Verteidigungslinie professioneller Bastionen unserer sehr in Bewegung geratenen Branche – die alte Liebe »Qualität«. Das Schöne dabei: es gibt sie; das Problematische: sie ist im Bereich Design kaum umfassend und vor allem objektiv messbar.

Im Bemühen, dem vielen Weiß auf dieser Landkarte mit objektiven Maßstäben zu Leibe zu rücken, hat das Forum Typografie im letzten Jahr »Qualitätskriterien für gute Typografie« entwickelt und zur Reflexion wie Diskussion in den Ring geworfen.

Auch der BDG unterstützt diese Initiative und fordert alle Kolleginnen und Kollegen auf, sich mit diesen Kriterien auseinanderzusetzen und an der Diskussion teilzunehmen.

Das PDF »Qualitätskriterien für gute Typografie« gibt’s hier:
Download PDF | 3 Seiten, 45 KB

Und da sich die Autoren durchaus wünschen, dass der Text von möglichst vielen Kollegen selbst gestaltet wird (allerdings ohne inhaltliche Veränderung!), gibt es hier auch noch die entsprechende Textdatei
Download RTF | 8 KB

Beeindruckende Karriere – zur Geschichte der DIN-Schriften

Einst entwickelt von Ingenieuren, heute eine der Bestseller-Schriften in der Werbung – die DIN Schriften haben Karriere gemacht. In dem wirklich lesenswerten Artikel »FF DIN – die Geschichte einer zeitgenössischen Schrift« zeichnet der Schriftdesigner Albert Jan Pool die über 100-jährige Geschichte der sogenannten Autobahnschrift nach.

Kenntnisreich und unterstützt von umfangreichen Bildmaterial beschreibt der Autor auf 41 Seiten Hintergründe, Entwicklung und Wirkung der DIN-Schriften.

Die gesamte Artikelserie können Sie nachlesen unter http://patrickmarcsommer.com/pdfs/din_serie.pdf (PDF, 20 MB)