Ehrenmitgliedschaft für Fritz Haase

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Hanseatisch gediegen – ein festlicher Rahmen nach Bremer Art. In einer Feierstunde hat der BDG am 25. Juli sein langjähriges Mitglied Herrn Professor Fritz Haase zum Ehrenmitglied des Bundes ernannt.

Zahlreiche Kollegen aus der Hansestadt hatten sich im Designzentrum Bremen versammelt, um dem renommierten Designer ihren Glückwunsch auszusprechen. Der Präsident des BDG Henning Krause überreichte dem sichtlich erfreuten 70-jährigen unter anhaltendem Beifall der Anwesenden die Ehrenurkunde. Zuvor hatte der Vorsitzende der BDG-Gruppe Bremen Dieter Blase die Verdienste Haases in einer sehr persönlichen Laudatio gewürdigt.

Mit dieser Auszeichnung für sein Lebenswerk ehrt der BDG einen Kommunikationsdesigner, der sowohl als Professor für Konzeption und Fotografie an der Hochschule für Künste in Bremen als auch mit seiner Agentur Haase & Knels überaus erfolgreich tätig ist. National bekannt gemacht hat ihn die Gestaltung unzähliger Briefmarken, für die er seit 30 Jahren gemeinsam mit seiner Frau Sybille Haase verantwortlich zeichnet. Seine Tätigkeit trug ihm und seiner Agentur mehr als 100 nationale und internationale Auszeichnungen ein.

Fritz Haase ist seit 1963 Mitglied im BDG und war lange Jahre als Vorstandsmitglied tätig. Bis heute unterstützt der 70-jährige die Arbeit des Verbandes.

Wir freuen uns, einen so engagierten und erfolgreichen Kollegen in unseren Reihen zu haben, und wünschen Herrn Professor Haase und seiner Frau Sybille Haase weiterhin alles Gute.

www.haase-und-knels.de

Pflichtangaben bei geschäftlichen E-Mails

Nicht jeder hat es mitbekommen, Abmahnungen können die Folge sein. Seit 22. Mai diesen Jahres gelten auch für Freiberufler und Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR) veränderte Regelungen für geschäftliche E-Mails.

So müssen Freiberufler und Einzelunternehmer auf allen Geschäftsbriefen, und das gilt ausdrücklich seitdem auch für Mails, zusätzlich zum ausgeschriebenen Vor- und Zunamen eine ladungsfähige Anschrift angeben. Für Gesellschaften bürgerlichen Rechts gilt, dass von allen Gesellschaftern der Vor- und Zuname anzugeben ist.

Als Geschäftsbrief gilt der gesamte externe Schriftverkehr, unabhängig davon, ob dieser auf dem Papier oder in elektronischer Form erfolgt. Darunter fallen natürlich auch alle Angebote, Auftragsbestätigungen, Quittungen und Bestellscheine.

Für GmbHs gelten bereits seit Beginn des Jahres noch strengere Regeln für die Abfassung von geschäftlichen E-Mails. Hier sind der vollständige Firmenname, die Rechtsform und der Sitz der Gesellschaft, die Registernummer sowie das Registergericht, Geschäftsführer und Aufsichtsratsvorsitzende mit Vor- und Zunamen anzugeben.

Bei Verstoß gegen diese Regelungen drohen Bußgelder bis zu 5.000 € oder Abmahnungen wegen unlauterem Wettbewerb.

Das treibt den Blutdruck nach oben – Fotowettbewerb der Bluthochdruckliga mit erheblichen Mängeln

Aufklärung ist dringend notwendig – so heisst es in der Ausschreibung des Communication Design Award 2007 der Deutschen Hochdruckliga. Gemeint sind die gesundheitlichen Gefahren, die mit einem zu hohen Blutdruck verbunden sind. www.hochdruckliga.de/fotowettb.pdf

Aufklärung ist allerdings auch nötig, was die Ausschreibung dieses Wettbewerbs anbelangt, der sich gleichermaßen an Kommunikationsprofis wie Amateurfotografen wendet. Der Sachverständige des BDG Bund Deutscher Grafik-Designer hat die Ausschreibung im einzelnen geprüft. Sein Fazit: die Teilnahmebedingungen sind in wesentlichen Punkten nicht akzeptabel.

Das ist um so bedauerlicher als von selber Stelle bereits vor zwei Jahren ein vergleichbarer Wettbewerb ausgeschrieben wurde. Schon damals wurde der Ausrichter seitens unseres Sachverständigen auf die problematischen Punkte der damaligen Ausschreibung hingewiesen. Offenbar ohne Erfolg. Die Ausschreibung beharrt auf der skandalösen Geringschätzung von Designleistungen. Die Verwendung der meisten Entwürfe wird die Deutsche Hochdruckliga gar nichts kosten, denn mit der Teilnahme erwirbt der Verein auch gleich unentgeltlich die Nutzungsrechte an den eingesandten Entwürfen.

Der BDG rät daher allen professionellen Designern von der Teilnahme an diesem Wettbewerb ab.

Der BDG hat die Deutsche Hochdruckliga auf die problematischen Regelungen innerhalb der Ausschreibung hingewiesen. Eine Reaktion seitens des Vereins, geschweige denn eine entsprechende Korrektur wurde nicht für nötig befunden.

Bewertung durch unseren Sachverständigen des BDG:

Fotowettbewerb Bluthochdruck – Communication Design Award 2007 Anmerkungen in Kurzform zur Ausschreibung

1. Wiederholungstäter

Die Hochdruckliga war bereits 2005 Auslober eines Communication Design Wettbewerbs für ein Plakat. Auch diesen Wettbewerb habe ich damals beurteilt und auf seine Wettbewerbsbedingungen hin geprüft. Da die Bedingungen für Designer schon damals unakzeptierbar waren, habe ich mich vorab mit dem Auslober in Person von Herrn Leiblein telefonisch in Verbindung gesetzt, um ihn, bevor ich meine negative Beurteilung schriftlich in die Welt setze, zu bewegen, die Wettbewerbsbedingungen dahingehend zu korrigieren, dass sie für Designer akzeptabel sind und den nationalen wie internationalen Richtlinien entsprechen. Der BDG würde dabei behilflich sein, dass der Wettbewerb nach den anerkannten Richtlinien für Entwurfswettbewerbe des BDG neu formuliert werden könnte. Anschließend an das Gespräch setzte ich ein Schreiben auf, in welchem ich die wichtigsten Punkte des Gespräches und unser Angebot noch einmal zusammenfasste und an Herrn Leiblein schickte. Auch ein Exemplar unserer Publikation »Richtlinien für Entwurfswettbewerbe« legte ich dem Schreiben bei. Herr Leiblein versprach in seiner Antwortmail, sich beim nächsten Wettbewerb vorher mit dem BDG kurzzuschließen. Wie man jetzt feststellen kann, ist das nicht geschehen. Ich riet dann offiziell von einer Teilnahme an diesem Wettbewerb ab.

2. Unverändert

Die schon beim Wettbewerb 2005 unprofessionell gestalteten Teilnahmebedingungen sind fast wörtlich in den diesjährigen Wettbewerb übernommen worden. Das betrifft folgende Punkte:

2a. Teilnehmerkreis:

Es werden sowohl »Kommunikationsprofis« (Design-Professoren, Design-Studenten, freie Designer, Designer Firmen, Agenturen) als auch Amateurfotografen angesprochen. Dieser Widerspruch wird sich in Form von Teilnahmeverweigerung der Profifotografen ausdrücken.

2b. Keine Anonymität der Einsendungen

Die Arbeiten sollen direkt mit dem Namen des Urhebers versehen sein. Eine faire und chancengleiche Jurierung ist damit sehr zweifelhaft.

2c. Jury

Eine Zusammensetzung der Jury mit Namen und Funktion wird diesmal wieder nicht veröffentlicht. Die Jury wird vom Vorstand der Hochdruckliga eingesetzt. Ob sich auch Designer darunter befinden, wird nicht erwähnt.

2d. Keine Nutzungsvergütung

Jeder Teilnehmer gewährt das unentgeltliche, zeitlich unbefristete Recht zur Reproduktion und Vervielfältigung seines Entwurfes der Deutschen Hochdruckliga, inklusive des Rechts zur Bearbeitung und Veränderung seines Entwurfs. Der Auslober darf den Entwurf in jeder Form unentgeltlich nutzen, z. B. im Internet oder als Anzeige im Printbereich.

2.e Keine Rückgabe der Entwürfe

Der Auslober behält die eingesandten Entwürfe in seinem Besitz. Ein Anspruch auf Rücksendung besteht nicht.

2.f Preise

Es werden wieder 3 Preise ausgelobt, 3.000 €, 2.000 € und 1.000 €. Die Preisgestaltung ist viel zu knapp bemessen, weil eine Vergütung für den verwerteten Entwurf entfällt. Kein Wort darüber, wie in dem Fall verfahren wird, wenn keiner der drei Gewinnerentwürfe verwertet wird, sondern ein Entwurf zur Verwertung kommt, der nicht von einem der drei Preisträger stammt.

3. Zusammenfassung

Alle oben aufgeführten Punkte der Teilnahmebedingungen sind wie vor 2 Jahren gestaltet und sind für professionelle Designer, die hauptsächlich angesprochen werden, nicht akzeptabel. Designer wollen für ihre Arbeit angemessen bezahlt werden, weil es ihre Einkommensquelle darstellt. Auch Design Studenten sollten nicht so offen um die Früchte ihrer Arbeit, nämlich durch Verwertung gegen entsprechende Vergütung, betrogen werden. Deshalb rate ich davon ab, diesen unfairen und ausbeuterischen Wettbewerb durch Teilnahme zu unterstützen.

50 Jahre »form« – komplett online in Wort und Bild

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Die »form« feiert ihren 50. Geburtstag und beschenkt die Designszene reich mit der Öffnung des kompletten Archivs im Internet. Sämtliche Ausgaben können Seite für Seite angeschaut werden und für die gezielte Recherche steht eine Volltextsuche bereit – und zwar kostenlos.

Der BDG sagt artig danke und gratuliert der »form« herzlich zum Geburtstag.

Unbedingt anschauen: www.form.de/archiv

Papiersuche leicht gemacht

Ich habe da neulich ein Papier gesehen … und das ist dann meist der Beginn einer aufreibenden und zeitraubenden Suche.

Die Papier Union hat zur Vermeidung dieser Mühsal einen kostenlosen Papier-SuchDienst eingerichtet. Jeder Hilfesuchende kann sich mit einem Muster oder einem Namensfragment an die firmeneigenen Beratungscenter wenden.

Mit großer Wahrscheinlichkeit, so heisst es, werden die Mitarbeiter in der umfangreichen Papierdatenbank fündig.

Nähere Informationen finden Sie hier.