Papiersuche leicht gemacht

Ich habe da neulich ein Papier gesehen … und das ist dann meist der Beginn einer aufreibenden und zeitraubenden Suche.

Die Papier Union hat zur Vermeidung dieser Mühsal einen kostenlosen Papier-SuchDienst eingerichtet. Jeder Hilfesuchende kann sich mit einem Muster oder einem Namensfragment an die firmeneigenen Beratungscenter wenden.

Mit großer Wahrscheinlichkeit, so heisst es, werden die Mitarbeiter in der umfangreichen Papierdatenbank fündig.

Nähere Informationen finden Sie hier.

Volle Kraft voraus – KSK auf sicherem Kurs

Die Finanzierung der Künstlersozialkasse (KSK) steht seit dem 22. März 2007 auf neuen gesetzlichen Füßen. Der Bundestag hat mit Zustimmung fast aller Fraktionen die Reform des Künstlersozialversicherungsgesetzes beschlossen. Damit ist nach Einschätzung des Deutschen Kulturrates die Finanzierung dieses in Europa einmaligen Systems vorerst gesichert.

In den vergangenen Jahren war die Zahl der Versicherten sehr stark angestiegen, so stark, dass eine Reform nötig geworden war, um die Leistungen der KSK weiterhin gewährleisten zu können. In der Hauptsache geht es bei dieser Reform um die Herstellung von Beitrags- und Abgabengerechtigkeit, die durch erhöhte Kontrollen bei Versicherten wie bei Verwertern garantiert werden soll.

Schon bisher waren alle Unternehmen, die Ergebnisse künstlerischer Arbeit nutzen, zur Abgabe einer Künstlersozialabgabe verpflichtet. Diese Abgabe betrifft nicht nur die klassischen Kunstverwerter, wie Bühnen, Verleger, Kunsthandel und Fernsehen, sondern auch beispielsweise Unternehmen, die ihre Werbung von freien Agenturen und Fotografen gestalten lassen. Viele Auftraggeber sind in der Vergangenheit der Abgabenpflicht nicht nachgekommen.

In Zukunft wird bei allen Unternehmen geprüft, ob eine Künstlersozialabgabe zu zahlen war und ob diese ordnungsgemäß abgeführt wurde. Die Prüfstelle der deutschen Rentenversicherung wird diese Kontrollen durchführen.

Gleichzeitig wird künftig bei den Versicherten häufiger die tatsächliche Einkommenssituation überprüft. Dazu müssen Einkommenssteuerbescheide oder Gewinn- und Verlustrechnungen sowie exemplarische Rechnungsbelege vorgelegt werden. Durch die Stichproben wird die Beitragsgerechtigkeit gestärkt, da nur die tatsächlich Berechtigten in den Genuss der Künstlersozialversicherung kommen sollen. Die Reform findet in der Politik und in der Kultur breite Zustimmung.

Ausdrücklich weist der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, in seiner Stellungnahme auf die Einmaligkeit dieses sozialen Sicherungssystems hin. »Aus den Nachbarländern wird das deutsche System als Vorbild gesehen, gerade weil es an der berufsmäßigen Ausübung einer künstlerischen Tätigkeit und nicht an der Qualität des Werkes ansetzt.« Mit dieser Reform, so sein Resümee, wurde die Künstlersozialkasse zukunftsfest gemacht.

Qualitätskriterien für gute Typografie

Hehrer Anspruch, ewige Sehnsucht und rhetorische Munition auf der Verteidigungslinie professioneller Bastionen unserer sehr in Bewegung geratenen Branche – die alte Liebe »Qualität«. Das Schöne dabei: es gibt sie; das Problematische: sie ist im Bereich Design kaum umfassend und vor allem objektiv messbar.

Im Bemühen, dem vielen Weiß auf dieser Landkarte mit objektiven Maßstäben zu Leibe zu rücken, hat das Forum Typografie im letzten Jahr »Qualitätskriterien für gute Typografie« entwickelt und zur Reflexion wie Diskussion in den Ring geworfen.

Auch der BDG unterstützt diese Initiative und fordert alle Kolleginnen und Kollegen auf, sich mit diesen Kriterien auseinanderzusetzen und an der Diskussion teilzunehmen.

Das PDF »Qualitätskriterien für gute Typografie« gibt’s hier:
Download PDF | 3 Seiten, 45 KB

Und da sich die Autoren durchaus wünschen, dass der Text von möglichst vielen Kollegen selbst gestaltet wird (allerdings ohne inhaltliche Veränderung!), gibt es hier auch noch die entsprechende Textdatei
Download RTF | 8 KB

Beeindruckende Karriere – zur Geschichte der DIN-Schriften

din_schriften

Einst entwickelt von Ingenieuren, heute eine der Bestseller-Schriften in der Werbung – die DIN Schriften haben Karriere gemacht. In dem wirklich lesenswerten Artikel »FF DIN – die Geschichte einer zeitgenössischen Schrift« zeichnet der Schriftdesigner Albert Jan Pool die über 100-jährige Geschichte der sogenannten Autobahnschrift nach.

Kenntnisreich und unterstützt von umfangreichen Bildmaterial beschreibt der Autor auf 41 Seiten Hintergründe, Entwicklung und Wirkung der DIN-Schriften.

Die gesamte Artikelserie können Sie nachlesen unter http://patrickmarcsommer.com/pdfs/din_serie.pdf (PDF, 20 MB)

Volle Pulle daneben: Prädikat mangelhaft für Beck’s Designwettbewerb

Mit einem frohgemuten »Beck’s it!« waren bis zum 28. Februar 07 professionelle Gestalter und auch Non-Professionals aufgerufen, sich an einem Wettbewerb für ein neues Verpackungsdesign für eine »Design Edition« von Beck’s zu beteiligen: www.becksit.de


Der BDG hatte seinen Sachverständigen gebeten, sich die Ausschreibung einmal genauer anzusehen. Sein Fazit: Die Wettbewerbsausschreibung war in ihrer veröffentlichten Form völlig unzureichend.

 

Skandalös ist die wohl geringe Wertschätzung von Designleistung und Urheberschaft, denn bereits durch die Einreichung sichert sich der Veranstalter über seine Teilnahmebedingungen SÄMTLICHE Rechte an ALLEN eingereichten Arbeiten – unentgeltlich, versteht sich.

 

Besonders pikant ist dieses ruppige Vorgehen vor dem Hintergrund einer Initiative des weltgrößten Braukonzern »InBev«, dem auch die Brauerei »Beck & Co« gehört. »Corporate Citizenship« heißt die konzernweite Initiative, in der sich InBev – www.inbev.com – verpflichtet, jegliche Geschäfte in sozialer Verantwortung zu führen. Eine Verpflichtung, die offenbar für Designer und deren Leistungen nicht gilt.

 

Der BDG riet daher allen professionellen Designern von einer Teilnahme an diesem Wettbewerb ab.

 

Der BDG hatte sowohl Beck & Co als auch die Agentur, die den Wettbewerb betreut, auf die problematischen Regelungen innerhalb der Ausschreibung hingewiesen. Eine entsprechende Korrektur blieb aus. Die vollständige Bewertung durch den Sachverständigen des BDG können sie hier herunterladen.

 

PDF | 2 Seiten, 692 KB