BDG Fairward

BDG-Fairward

 

Der BDG unterstützt:
Wie faire Design-Wettbewerbe aussehen und veranstaltet werden, verrät unsere Broschüre »BDG-Richtlinien für Entwurfswettbewerbe«. Darüber hinaus bieten wir Beratung bei der Planung von Design-Wettbewerben an, denn wir wissen, »das geht auch fair!«.

Der BDG belohnt:
Wir werden faire Design-Wettbewerbe, die leider nicht gerade in der Überzahl sind, ab sofort mit dem »BDG-Fairward« auszeichnen und an dieser Stelle veröffentlichen. Bewerbungen und Vorschläge sind in unserer Bundesgeschäftsstelle herzlich willkommen.

Vier einfache Kriterien für faire Designwettbewerbe

Da Dreistigkeit und Ruppigkeit bei Design-Wettbewerben und Dumpingportalen eher zu- als abnehmen, empfiehlt der BDG allen Kolleginnen und Kollegen dringend, vor der Teilnahme an Wettbewerben die Wettbewerbsbedingungen genau zu studieren. Die vier wichtigsten Aspekte für potentielle Teilnehmer fassen wir hier zusammen:

Es ist in Mode gekommen, per Teilnahmebedingungen die komplette Haftung für etwaige Verletzungen von Rechten Dritter durch die Nutzung des Entwurfs auf die Teilnehmer abzuwälzen. Mit Blick auf die enormen Kosten für auch nur einigermaßen sichere Überprüfungen durch Juristen – etwa im Vorfeld einer Markeneintragung – oder spätere Rechtsstreitigkeiten in diesem Feld wird klar, dass hier auf dem Rücken der Teilnehmer gespart werden soll. Diese Bauernschläue verrät aber auch, wes Geistes Kind der Auslober ist. Findet sich ein solcher Passus in den Teilnahmebedingungen, gibt es nur eine dringende Empfehlung: Finger weg, auf keinen Fall teilnehmen! Hier lauert eine existenzbedrohende wirtschaftliche Gefahr!

Bei einigen Wettbewerben sollen die Teilnehmer schon bei der Einreichung sämtliche übertragbaren Rechte an ihren Einreichungen uneingeschränkt abtreten. Bei seriösen Wettbewerben räumen die Teilnehmer dem Auslober bestenfalls ein, die Entwürfe für die Kommunikation oder Dokumentation des Wettbewerbs nutzen zu dürfen, alles Weitere ist Verhandlungssache und muss marktgerecht vergütet werden. Falls die Wettbewerbsbedingungen also schon durch die Einreichung eine Übertragung aller Rechte vorsehen, gilt die gleiche dringende Empfehlung wie oben: Finger weg, nicht teilnehmen!

Zu einem respektvollen und fairen Umgang mit den Teilnehmern gehören noch weitere Selbstverständlichkeiten:

  • Die Entwurfsleistungen von mindestens drei Teilnehmern werden prämiert und sind mit Preisgeldern versehen.
  • Die spätere Nutzung der eingereichten Entwürfe wird selbstverständlich noch separat honoriert, denn das Preisgeld ist eine Prämie, die das Risiko abbildet, nicht zu gewinnen. Es ist kein Honorar.
  • Das Recht auf Namensnennung der Teilnehmer ist nicht beschnitten. Verständlicherweise ist es Designern wichtig, ihre Entwürfe mit ihrem Namen in Verbindung bringen zu dürfen.

Sind auch diese Grundregeln von den Wettbewerbsauslobern beachtet, sollte noch ein Blick auf die Juryzusammensetzung erfolgen.

Die Teilnehmer müssen schon zum Zeitpunkt der Ausschreibung wissen, wer ihre Arbeiten bewertet, das gebieten Transparenz und Fairness. So sitzen bei einem Fachwettbewerb natürlich Fachleute in der Jury. Auch wenn die Entscheider des Auslobers in der Regel Teil der Jury sein wollen, sollte diese bei Design-Wettbewerben mindestens zur Hälfte mit Designern besetzt sein. Auf jeden Fall sollte ein Designer den Vorsitz innehaben.